Inklusion

Auf dem Weg zur inklusiven Schule

Wir haben im Jahr 2011 ein Inklusionskonzept für unsere Schule erarbeitet und verabschiedet. Die Umsetzung ist danach aber auch deshalb ins Stocken geraten, weil die Vorgaben der Senatsschulverwaltung noch einmal überarbeitet wurden. Zwischenzeitlich lagen ganz brauchbare Ansätze und Vorschläge vor, allerdings spiegelten sie sich nicht in den so genannten Zumessungsrichtlinien beispielsweise für das Schuljahr 2013/2014 wider. Diese sind die Grundlage für die Ausstattung der Schulen mit Personal. Außerdem ist der enorm wertvolle Austausch- und Diskussionsprozess erst 2014 im Bezirk wieder fortgeführt worden.

Auch an unserer Schule haben wir uns für das neue Schuljahr 2014/2015 viel vorgenommen, wir leiden allerdings wieder an einer leichten aber eben doch auch spürbaren Personalverknappung durch des vorübergehenden Ausfall einer Kollegin, die auf dem freien Lehrermarkt nicht ersetzbar ist.

Unstrittig ist, dass der eingeschlagene Weg, inklusive Schule zu werden, mit Ausdauer gegangen werden muss. Hierfür wird auch bei uns im neuen Schuljahr ein neuer Anlauf genommen! Auch deshalb nehmen wir seit 2013 an der von der Robert Bosch Stiftung unterstützten "Pädagogischen Werkstatt: Umgang mit Heterogenität/Individualisierung" teil. Das gesamte Kollegium wird sich an zwei Studientagen im Oktober 2014 und Februar 2015 mit dem Themenkomplex beschäftigen.

Für Interessierte dokumentieren wir erste Schritte und frühe Papiere unseres Weges in den Thesen und im Inklusionskonzept

 

August 2013

Wie in einem früheren Text weiter oben schon erwähnt, haben wir uns im Juni 2013 mit dem im folgenden Abschnitt veröffentlichten Text bei einem drei Jahre dauernden Projekt der Bosch Stiftung und der Senatsschulverwaltung beworben, an dem nur 12 Berliner Grundschule teilnehmen konnten. Wir sind eine der 12 Schulen geworden und sind sicher, dass wir einen wichtigen Schritt zur Entwicklung einer inklusiven Schule gerade mit diesem Projekt gehen können:

 

Bewerbung um die Teilnahme an der „Pädagogischen Werkstatt: Umgang mit Heterogenität“

 

Die Reinhold-Otto-Schule ist seit 2011 im Kreis der vier „Schwerpunktschulen Inklusion“ des Bezirkes Charlottenburg -Wilmersdorf an Konzeptionsentwicklungen für einen individualisierten Unterricht beteiligt. Wenn sich auch der Fortschritt diesbezüglich durch personelle Wechsel verlangsamt hat, so ist meine Schule an der Weiterentwicklung sehr interessiert.

 

Das ausgeschriebene Projekt erweckt den Eindruck, dass wir wichtige und vor allem praktische Verfahrensweisen zur Individualisierung des Unterrichts unter fachkundiger Anleitung als Kollegium – das ist mir sehr wichtig – erarbeiten könnten.

Für das kommende Schuljahr hatten wir uns schon das Thema „Notenfindung in einer inklusiven Schule“ zur Bearbeitung vorgenommen. Wenn wir durch die Teilnahme am Projekt hier und zu weiteren Themenbereichen nachhaltige Veränderungen und Fortschritte erarbeiten könnten, wäre ein bedeutender Schritt auf dem Weg zur inklusiven Schule gegangen.

 

Dass zur Zielgruppe die Lehrkräfte von 5. und 6. Klassen gehören, kommt unseren Vorstellungen entgegen, auch in diesen Jahrgängen noch mehr auf Heterogenität im Lernprozess einzugehen und entsprechend pädagogisch zu agieren.

In den unteren Klassen ist dies ja seit Jahren selbstverständlich, leider findet dies in den folgenden Klassen manchmal nicht genügend Fortsetzung.

 

Die Reinhold-Otto-Schule ist eine Schule in Bewegung: Teilnahme am Projekt SINUS Grundschule, Erarbeitung und Aufführung eines Theaterstücks, an dem alle Schüler/innen beteiligt waren, die Teilnahme an dem Inklusionskreis, die im nächsten Schuljahr stattfindende Erweiterung des jahrgangsübergreifenden Lernens in den Klassen 1 – 3 (im Gegensatz zu vielen anderen Schulen, die das Konzept JÜL wieder aufgeben), die Schule wächst zur Dreizügigkeit auf und besitzt ein Kollegium, das aufgeschlossen und bereit zu Innovationen ist (seit einem Jahr haben wir eine freiwillige Präsenzzeit eingeführt, die einen besseren inhaltlichen Austausch unter den Kolleginnen und Kollegen ermöglicht).

 

Wir besitzen ein Inklusionskonzept – s. hierzu unsere Homepage: www.reinhold-otto.de – und vier 5. und 6. Klassen, die gerne an dem ausgeschriebenen Projekt teilnehmen und die Erfahrungen aus dem Projekt in das Kollegium weitergeben würden.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Joachim Syska

Schulleiter