Demokratische Schule

Wir bemühen uns an der Reinhold-Otto-Grundschule, demokratische Prinzipien vorzuleben und zu realisieren. Es gibt mehrere Ebenen, auf denen das Demokratielernen im Vordergrund steht.

Klassenrat - Mitbestimmung praktisch

Der Klassenrat wird in der Regel freitags zum Ausklang und zur Kritik an Abläufen und Vorgängen der vergangenen Woche abgehalten. Ebenso als Vorausschau auf und Mitentscheidungen über - im entwickeltsten Fall auch über Unterrichtsinhalte - die folgende Woche vorgenommen. Dabei bestimmen grundsätzlich die Schülerinnen und Schüler die Themen und übernehmen schon in der ersten Klasse auch die Diskussionsleitung.

Anlässlich der Festveranstaltung zu seinem 85. Geburtstag hat Prof. W. Edelstein eine Entgegenung verfasst, in der er sich auch mit dem aus seiner Sicht erfolgreichsten Mittel zur Demokratieerziehung beschäftigt: Dem Klassenrat! Sie finden seine Ausführungen unter download-Verschiedenes!

Klassensprecher/innen treffen den Schulleiter - Schüler/innenparlament

Regelmäßig finden Meetings aller Klassensprecher mit dem Schulleiter statt. Der Schulleiter informiert die Schüler über verschiedene Vorgänge und Planungen an der Schule und holt zu wichtigen Fragen ihre Meinung ein.

Schülerbudget

Die gesamte Schülerschaft berät und entscheidet über eine Anschaffung in ihrem Sinne. Dafür stellen wir den Schüler/innen 1000 € im Schuljahr zur Verfügung. Natürlich darf nichts angeschafft werden, das dem Schulgesetz widerspricht. Jede Klasse, also auch die Erstklässler, berät über Anschaffungen. Wenn sich hinter einem Vorschlag mindestens fünfundzwanzig Prozent einer Klasse als Befürworter versammeln, dann kann die Klasse drei auswählen, nämlich diejenigen, welche die Mehrheit erlangen. Die drei Vorschläge werden auf einer Klassensprecherversammlung vorgetragen und es werden fünf Vorschläge ausgewählt, die der gesamten Schülerschaft zur Abstimmung vorgelegt werden. Im Herbst 2014 starten wir mit dem Projekt für eine zweijährige Pilotphase und wir sind sehr gespannt auf diesen interessanten Prozess!

Inzwischen sind in einem intensiven Diskussionsprozess in den Klassen etwa 40 Vorschläge gemacht worden. Die Klassensprecher haben in einer Versammlung sechs Vorschläge ausgewählt und den Schüler/innen zur Abstimmung am 3. 12. vorgelegt. Unter den Vorschlägen waren: "Seilbahn", "Tv für NaWi-Raum", "Wasserpumpe", "Zirkusprojekt", "Süßigkeitenautomat" und "Trampolin". Bei der Auszählung durch die Klassensprecher erhielt das Trampolin die meisten Stimmen. Der Vorschlag wird nun umgesetzt.

Service Learning - Verantwortung übernehmen

Wenn Schüler wichtige und notwendige Aufgaben übernehmen, lernen sie durch ihr Engagement auch Verantwortung zu übernehmen. In einem Pilotprojekt „arbeiten" Schülerinnen unserer 6. Klasse ein bis zwei Stunden in der Woche in einem Altersheim und in einer Bibliothek mit. Im nächsten Schuljahr werden wir dieses Projekt ausbauen.

Streitschlichter

Wenn Schülerinnen und Schüler miteinander in Streit geraten, ist es für ausgebildete Kinder oft einfacher, diese Streits zu schlichten. Kinder lernen, ihre Angelegenheiten gewaltfrei selbst zu regeln.

Pausenteams

Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen achten in den Pausen darauf, dass die Regeln für die Benutzung der Toiletten eingehalten werden. Sie engagieren sich so für die Schulgemeinschaft.

Kinder- und Jugendparlament (KJP)

Das Kinder- und Jugendparlament vertritt die Belange aller Schüler im Bezirk. Lisa, unsere Schulsprecherin aus der 6a ist in diesem Jahr im Vorstand des KJP.